Ein paar letzte Stunden zusammen bevor es hinaus in die grosse weite Welt geht (unterstes Foto). Ein wenig Speed-Sightseeing und eine ausserplanässige Übernachtung in einem wunderschönen Hotel in Flughafennähe (Rennaissance Hotel - lange Geschichte :-)) und einer Spontanumbuchung direkt nach Toronto (ebenfalls lange Geschichte), beides auf Kosten meiner Fluglinie - und dann nach ein paar letzten Umarmungen (O-Ton Security-Guy, der vor uns stand: "Bekomme ich auch einen Kuss?" :-)) ab in Richtung Toronto.
Nach dem check-In erst mal Suche nach Gate B36 und einige Minuten später sitze ich in dem Flieger, der mich nach Toronto bringt. Planmässiges landen nach etwa 7 Stunden Flug (Zeit tod schlagen durch on-Bord-Schmackofatzen, Filme schauen, Britische Glamour oder "Le parler québécois pour les nuls";-) lesen). Ich war so angespannt, müde, dass ich garnicht mehr heulen konnte.
Schliesslich Ankunft in Toronto, ein schier endloser Weg durch 1000 Korridore bis zum Check-In, erstes Zusammentreffen mit einem kanadischen Beamten im immigration bureau - Wisch ist drin, weiter gehts!
Treffen mit Lia und Peter Grigoras, Lia ist Mamas Jugendfreundin und beherrbergt mich 5 Tage in London (ON). Aussentemperatur 25 Grad, 2 Stunden Fahrt nach London. Ich wundere mich dass mir das Smalltalken so leicht fällt und dazu auch noch in gutem Englisch (für das ich ein Kompliment von Peter bekomme). Sogar das Parcours-Hin-und Her-switshen von Englisch (Peter & Lia) auf Rumänisch (Lia & Peter), auf Französisch (Lia) und wieder zurück lässt sich erstaunlich gut meistern, obwohl ich eigentlich hundemüde bin, mir heiss ist, mir bei er Fahrt auf der Rückbank von dem Chickensandwich an Bord droht schlecht zu werden und ich mich konzentrieren muss um gleichzeitig zu smalltalken, meine neue Umgebung zu begutachten und mit dem Summen und Schwindel in meinem Kopf zurecht zu kommen. Erkenntnis: ich kann es anscheinend schaffen auch im Ausland nach einiger Anstrengung sprachlich katzenhaft auf die Pfoten zu fallen. Wo die sprachliche Eleganz fehlt, helfen Emphase in der Stimme und ein wenig komischerweise nun abrufbare Sicherheit. Vielleicht liegt es aber auch daran dass Lia und Peter schnell das Eis brechen und ich mich mit meinem Englisch hier etwas sicherer fühle als im messerscharfen UK-English, das zwar absolutely sexy ist, aber bei dessen Aussprache ich mich ohne passenden British accent fühle wie der Bauerntrampel schlechthin.
Komisch, ich hatte mir vorgestellt ich wäre gerade an dem Punkt als ich in Toronto aus dem Flieger steige wohl am Verheultesten und am Ende. Aber die Anspannung machts: wenn das innere Steinzeit-Weib erst mal den Bison erlegen muss(= jahrmillionen später Gate suchen -> rechtzeitig in den Flieger -> aussteigen und durch den ersten Check-In samt Visums-Eintragung in neuen Gefilden -> Lia udn Peter suchen -> Smalltalken & Mundwinkel glaubhaft freundlich nach oben bewegen), dann schiebt die Grossstadt-Amazone den Jammer-Drang kurz mal entschlossen beiseite.
Und nun? Ich sitze jetzt in einem wunderschönen eigenen Gästezimmer mit eigenem Bad - und, lebenswichtig:-), begehbarem Kleiderschrank!:) Mal sehen was der morgige Tag bringt...
Begehbarer Kleiderschrank!? Was will Frau Großstadt-Amazone mehr?
AntwortenLöschenEs freut mich sehr, dass mein suesser Schatz gut gelandet ist. Du fehlst mir jetzt schon obwohl du ja auch in London bist =)
AntwortenLöschenSag deiner Gastfamilie liebe Gruesse von mir und fuehle dich gekuesst.
Dein Georg