






Es ist Sonntag, seit meiner ersten richtigen Schulwoche sind 2 Wochen vergangen und so langsam aber sicher bekomme ich den Dreh raus. Aber erst mal von Beginn an, schließlich habe ich meinen Blog etwas vernachlässigt und ihr wisst garnicht, was genau ich denn mit "den Dreh raushaben" meine.
Zunächst nochmal zum Cégep.
Was genau ist dieses établissement mit dem mysteriösen Namen? Wer noch nie was davon gehört hat, muss sich nicht schämen, denn diese Bildungseinrichtung gibt es ausschließlich im Québec, ist also auch innerhalb Kanadas einzigartig und demenstprechend wusste ich auch noch nichts davon bevor ich anfing mich für das Québec und das Austauschprogramm des PAD zu interessieren. Am Collège d'enseignement général et professionnel kann man sich, so wie es der Name ausdrückt, auf allgemeine oder spezifische Weise auf den Beruf oder den an den an das Cégep anschließenden Besuch einer Universität vorbereiten. Vergleichbar wäre das vielleicht noch näherungsweise mit einer Berufsschule in Deutschland, wobei auf das Cégep eben auch Abiturienten gehen, um sich auf die Uni vorzubereiten - also Berufsschule und Uni-Vorbereitung unter einem Dach. Die "Schüler", die alle ab eta 17 Jahre + alt sind, werden deshalb auch "Studenten" genannt und die Unterrichtspläne sowie das "Schul"jahr sind wie an der Uni in Semester aufgeteilt.
An der im québecischen Schulsystem auf die Grundschule folgende école secondaire, ähnlich dem französischen lycée oder unserer gymnasialen Unter- und Mittelstufe (die Schüler sind zwischen 12 und 16 Jahre alt) erwirbt man ein Diplôme d'études secondaires (DES - ja, auch im Québec geht es wie in Frankreich hoch her was Abkürzungen angeht ;-)). Danch können sich die Absolventen zwischen einem technsichen oder einem vor- universitären Programm am Cégep, das mit einer DEC abschließt (richtig: einem Diplôme d'études colégiales), entscheiden. Das technische Programm dauert 6 Semester, also 3 Jahre, und bereitet auf den direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt vor. Die Programme, die auf die Uni vorbereiten, dauern in der Regel vier Semester.
Das angenehme an der Arbeit am Cégep ist, dass die Jugendlichen / jungen Erwachsenen im Durchschnitt reifer sind als die Teenies an der École Secondaire. Während man an deutschen Gymnasien als Lehrer die ganze Altersspanne von 12 bis 18 Jahren unterrichtet (und wir wissen alle dass entwicklungsmäßig genau dann eine Menge passiert und quasi Welten zwischen einem 15- und einem 19-Jährigen liegen können), hat man es am Cégep lediglich mit 17 bis etwa 21jährigen zu tun, die sich - anders als in der école secondaire - nun das Studienprogramm ja selbst ausgesucht haben. Natürlich gibt es sicherlich auch in diesem Bereich mal Konflikte, nicht jeder oder jede ist gleich begabt, gleich motiviert, gleich begeistert - und natürlich geht das auch garnicht. Aber um meinen Eindrücken einen weniger theoretischen Unterbau zu geben, sollte ich jetzt endlich mal zu meinem konkreten Schulaltag am Cégep kommen:
Ich bin im voruniversitären Sprachenprogramm des Cégeps Régional de Joliette gelandet - und das ist ein großes Glück! :-) Meine neue Arbeitsstelle und die damit verknüpften Erfahrungen sind noch sehr jung und ich habe erst seit relativ kurzer Zeit Kontakt zu den Studierenden. Natürlich ist zu Beginn noch alles ganz toll und man schaut verzückt und mit rosaroter Brille auf die kommende Zeit als monitrice d'allemand (so meine "Berufs"bezeichnung auf Französisch). Aber ich glaube daran, dass der erste Eindruck zählt ;-) oder zumindest daran, dass ein guter Start in den Beruf oder eben das Praktikum nicht unbedingt trügerisch sein muss.
Marilène betreut insegsamt drei Deutschklassen, zwei Gruppen auf dem Niveau "Allemand I" und eine Gruppe "Allemand III". Die Studierenden haben ein bis zwei Mal pro Woche bei ihr à 2 bis 3 Stunden Unterricht. Alle 2 Wochen halte ich selber eine der Unterrichtsstunden, also insgesamt 3 Mal je nach Niveau. Parallel dazu habe ich an drei von Woche zu Woche wechselnden Tagen "Sprechstunde" mit den Studierenden. Ich habe ein eigenes Büro (ja, wirklich - freudige "AH"s und "OHs" sind an dieser Stelle deutlich erwünscht! :-)) in dem sich über die Jahre ein reichhaltiger Fundus an Deutschlandkarten, Landeskundematerial, Poster vom Goethe-Institut und deutschen Städten, Deutsch-Lehrbücher und Basteleien sowie inwzischen zahlreiche Steckbriefe "meiner" Studierenden angesammelt haben.
Für die alle die das Programm nicht kennen: als Fremdsprachenassistentin ist es meine Rolle, als Muttersprachlerin die deutsche Sprache und Kultur wie eine Art "Botschafterin" zu vertreten. Konkret heißt das: ich soll die Studierenden dazu animieren, möglichst oft und viel Deutsch zu sprechen und ihnen Deutsch lernen und Deutschland schmackhaft machen. An meiner Bürotür hänge ich in regelmäßigen Abständen die möglichen Termine für meine Sprachstunde (eigentlich ein Tippfehler, aber in der Tat: meine Sprechstunde ist eine SPRACHstunde :-) aus, meist zwischen 10 Uhr bis etwa 16 Uhr, außer ich bin an besagtem Tag zu bestimmten Zeiten im Unterricht bei Marilène - diese Terminzeiten werden dann durchgestrichen.
Ein Treffen dauert 45 Minuten und in dieser Zeit kommen die Studierenden entweder einzeln oder in Gruppen und wir besprechen z.B. die deutschen Personalpronomen, ich frage Vokabeln ab, wir üben wie man sich im Deutschen vorstellt, wie man seinen Namen buchstabiert (Aussprache - Unterschiede zwischen dem frz. und dt. Alphabet - ganz schön tricky am Anfang!), wir lernen wie Obst- und Gemüsesorten auf Deutsch heißen, was der Schornstein oder andere Teile des Hauses in dieser noch neuen und so exotischen Sprache namens Deutsch sind und wie die Zahlen heißen sowie noch vieles mehr. Dabei ist zu beachten dass ich eben NICHT für die Grammatik des Deutschen, zumindest nicht hauptsächlich und wenn dann eher "passiv", zuständig bin. Als Nicht-Germanistin sind meine Grammatikkenntnisse was das Deutsche betrifft doch auf einem recht rudimentären Stand geblieben - sprich: für tiefergehende grammatische Fragen ist Marilène zuständig und es wäre sowieso auch "leicht" kontraproduktiv wenn ich mich als Assistentin mit Feuereifer darauf stürzen würde, den Studenten meine Auffassung von deutscher Grammatik beizubringen. Ich würde ihnen eventuell grammatische Phänomene erklären, die sie auf einem bestimmten Stand noch garnicht beherrschen können oder sollen (diejenigen langweilen sich dann im Unterricht) oder es würde die komplette Verwirrung aufkommen, wenn ich den Akkusativ in allen Verwinkelungen erkläre (falls ich das könnte ;-)) und Marilène hingegen gemäß des Schulbuchs so, wie es dem pädagogischen Konzept des Buchs und Unterrichts entspricht -ergo wären Szenen à la "Aber die Assistentin hat uns das ganz anders erklärt!" vorprogrammiert und das wollen weder ich, Marilène oder das MELS ;-).
Summa sumarum achte ich also sehr darauf den Studis klar zu sagen, dass ich zwar Muttersprachlerin bin, aber kein wandelndes Grammatikbuch und dass ich *blinkende Lämpchen* vor allem für die Aussprache und Konversation zuständig bin. Bisher hat das super geklappt und die Studis sehen mir auch nach, wenn ich in meiner Sprechstundenvorbereitung noch nicht so 100% perfekt bin und manches der von mir ausgedachten Spiele noch nicht ganz so wie geschmiert läuft. Ja, die Spiele, das hätte ich fast vergessen: meine Sprechstunden sind da, um natürlich gaaaaaaaaanz viel Deutsch zu sprechen, aber vor allem sind sie dazu da, um die Studierenden in lockerer Atmosphäre dazu zu bringen, zu sprechen und S-P-I-E-L-E-R-I-S-C-H Deutsch zu entdecken. Für die Studierenden ist es obligatorisch, im Semester insgesamt 4 Mal in meine Sprechstunde zu kommen. Ich trage die Namen in eine Liste ein und gebe sie dann Marilène, es gibt aber keinesfalls eine Note dafür, dass man mit mir Deutsch sprechen übt. Okay, der obligatorische Charakter ist zwar da, aber dennoch ist bisher kein Student mit hängender Unterlippe, giftigen Bemrkungen oder hasserfülltem Blick ;-) und "Kein-Bock-Einstellung" zu mir gekommen. Ganz im Gegenteil, alle Studenten waren richtig Herzles, offen und teilweise auch kleine Kasper, immer zuerste ein wenig schüchtern (sehr niedlich) und einfach nur sehr, sehr nett (wie die Québecer im Allegemeinen eben).
Ich versuche sowieso, das Ganze so angenehm wie möglich zu gestalten, biete deutsche Gummibärchen und Lakritze (danke Haribo ;-)) an und mache viele vielleicht sprachlich noch nicht ganz korrekte aber deshalb vielleicht um so witzigere Späßchen auf Französisch. Und die Studis sind darauf bisher sehr gut "angesprungen", haben immer toll mitgemacht und mir bei manchem Wort geholfen, dass ich im Französichen nicht wusste.
Klar klingt das doch sehr kindisch, wenn man sich beispielsweise vier ausgewachsene Kerle um die 18 vorstellt, die mit dem deutschen ABC - Song (siehe youtube) einen Mords - Spaß haben (kein Witz, ich habe selten mittags um halb 2 so viel gelacht :-D). Aber dann versteht man, dass etwas noch so kindisch erscheinen kann, wenn es spielerisch Sprache mal so vermeintlich "ganz nebenbei" vermittelt und effektiv ist und den Studis Deutsch näher bringt - why not?! In meiner restlichen Zeit im Büro denke ich mir immer neue Methoden aus, mit welchen Spielen (Domino, Memory, Schiffe versenken mit Verben etc.) ich den meinen Studierenden offerieren kann - und dabei ist der bereits vorhandene beachtliche Grundstock an Arbeitsmaterialien und Spielen, den die anderen Assistentinnen hinterlassen haben, eine mehr als große Hilfe.
Meine Sprechstunden bringen mich thematisch nun zu den Studierenden selbst und zu ihrer Einstellung zum Sprachenprogramm. Im Sprachenprofil besuchen die Studierenden Englisch-, Spanisch- und Deutsch- Kurse. Englisch wird auf einem weitaus höheren Niveau als die anderen beiden Sprachen unterrichtet, natürlich auch weil man von Kanadiern eigentlich eine gewisse Zweisprachigkeit erwarten würde, da Englisch in den anderen kanadischen Provinzen gesprochen wird und Englisch proeminent in den Medien ist (alle englischsprachigen, kanadischen wie amerikanischen Fernseh- und Radiostationen werden natürlich auch im Québec empfangen). In der Realität sprechen nicht wenige Québécois nicht so gutes bis kaum Englisch, zumindest haben mir das einige der Englisch - Assistenten erzählt. Das ist aber nochmal eine andere Geschichte, die sicherlich auch etwas mit der Stellung des Französischen in Kanda sowie dem historisch sehr erbitterten Kampf um die Anerkennung der québecischen Identität und Sprache gegenüber des dominierenden Einfluss des Englischen (siehe britischer Einfluss auf das Québec - Frankreich hat 1759 seine Kolonie an die Briten verloren) bis in die Gegenwart (Thema Volksreferenden '89 und '95 - separatistische Bestrebungen der Provinz Québec - ...) zu tun hat.
Jedenfalls beeindrucken mich sowohl die Unterrichtsmethoden als auch die sehr motivierte Einstellung der Studierenden zum Deutschen. Es wird viel mit dem "Smartboard" einer quasi "interaktiven" Tafel sowie mit Programmen im Sprachlabor gerabeitet (man sitzt mit Kopfhörern am PC und spricht Dialoge nach und/ oder nimmt seine Antwort auf). Der Kontakt zwischen Lehrern und Schüler ist sehr freundschaftlich, vielleicht aufgrund des Alters und der generell lockererern Umgangsweise untereinander (man duzt sich sehr schnell und ganz selbstverständlich, so z.B. duzen auch die Studierenden Marilène) weniger "autoritär" - was aber der Arbeitsatmosphäre meiner Meinung nach nur zu Gute kommt. Marilène gibt sich große Mühe, damit während des Unterrichts ein ständiger Dialog zwischen ihr und den Studierenden herrscht und jeder zumindest einmal zu Wort kommt - Frontalunterricht habe ich noch nie erlebt und ich finde, Marilène macht das nicht nur pädagogisch sondern auch zwischenmenschlich (und eigentlich sollte man das Pädagogische vom Zwischenmenschlichen, vom persönlichen Kontakt zu den Studierenden doch auch nie trennen, nicht wahr? - es gehört für mich klar zusammen) hervorragend.
Ich muss in diesem Kontext daran denken, wie uns an einem DaF (Deutsch-als-Fremdsprache)-Seminar an der Uni gesagt wurde, dass es in vielen Ländern unmöglich ist, etwas zu verkaufen (sei es im Geschäftsleben etwas als Händler verkaufen oder sei es als Lehrender Wissen zu "verkaufen") ohne mit seinen Kunden bzw. mit seinen Schülern eine persönliche Beziehung, eine persönliche Ebene aufzubauen. Nein, nicht wie man jetzt gleich irrtümlich denken könnte (ich höre die Unkenrufe der Moralwächter), eine persönliche Ebene die über eine professionnelle Beziehung hinausgeht. In der Tat, es ist schwierig eine besagte persönliche Ebene einzugehe und dennoch seine Distanz und seine Privatsphäre als Lehrkörper zu wahren. Aber Marilène gelingt das wunderbar und die Studierenden akzeptieren diese Balance auch wie von alleine und ganz selbstverständlich.
Viele sind sehr interessiert am Deutschen und ich wurde bereits zu Beginn meiner ersten Woche drei Mal von Studierenden gefragt, ob sie selbst auch an einem Austauschprogramm ähnlich dem meinigen jetzt teilnehmen könnten (es ist möglich: das MELS schickt jedes Jahr einige Québecer nach Deutschland). Marilène hat ja selbst auch vor Jahren als Fremdsprachenassistentin in Kaiserslautern verbracht und spricht sowohl dank dessen aber auch aufgrund ihres ständigen Antriebs, sich zu verbessern und Neues zu lernen (fleißiges Bienchen :-)) sehr gutes Deutsch. Schon die Anfänger sprechen meiner Meinung nach erstaunlich gut Deutsch und sie geben sich große Mühe mit der doch sehr sperrigen Aussprache des Deutschen. Klar, dem einen liegt Deutsch mehr, dem anderen weniger. Es gibt Studierende, die quasi als Hobby Deutsch autodidaktisch begonnen haben zu lernen und auch in ihrer Freizeit deutsche Musik ("Wir sind Helden" :-)) hören und im Unterricht meist schon übers Ziel hinausschießen und es gibt solche, die sich mit dem Deutschen nicht so ganz anfreunden können - aber auch die geben sich sichtliche Mühe. Zumindest ist das der Eindruck, den ich bisher sowohl in den Klassen als auch im Gespräch mit den Studis in meinen Sprechstunden gewonnen habe. Und da fragt man sich doch: wir sind 1000ende von Kilometer entfernt von diesem für kanadische Geographie - Verhältnisse Mini-Land mit dieser für Frankophone nicht besonders leicht zugänglichen Sprache. Warum sollte jemand freiwillig dann Deutsch lernen! :-) Man staunt als Deutscher Bauklötze wenn man hört wie stark sich manche Studierende für unsere Sprache und Kultur interessierten und wie sehr sie sich reinknien, um uns zu verstehen. Das deckt sich auch mit dem was Nina und andere vom MELS uns gesagt haben: erst mal ist man geradezu "geschockt" wie interessiert die Schüler oder Studierenden an Deutschland und Deutsch sind.
In meiner ersten Unterrichtswoche habe ich mich in allen drei Gruppen vorgestellt und eine etwa halbstündige Präsentation zu Tübingen gehalten. So richtig aufgeregt war ich nicht und die Studenten waren auch sehr offen und interessiert, ich glaube mir ist es gelungen sehr offen und direkt auf alle zuzugehen (gilt auch für ein paar Jungs, die meinten sie müssten in der letzten Reihe einen auf cool machen ;-)) und Marilène hat mir sehr bereitwillig geholfen, wenn ich mal ein Wort nicht auf Französisch wusste - ich hab die Präsentation über Tübingen frei gehalten und wollte mir keine Karteikarten schreiben. Schließlich sollte das kein zweistündiger Monolog über Tübingen und seine historischen Sehenswürdigkeiten werden. Ich wollte mit den Studierenden ins Gespräch kommen und erst mal einen guten Kontakt herstellen. Deshalb bin ich auch nur sehr oberflächlich auf die historischen Sehenswürdigkeiten in Tübingen eingegangen. Viele der Studierenden in der Anfänger-Stufe kennen z.B. das Brandenburger Tor oder Goethe & Schiller noch nicht. Wir als Europäer möchten uns jetzt arrogant an die Stirn klatschen und den Kopf schütteln, ich tue dies aber keinesfalls und strafe jeden, der dies tut, mit einem bösen Blick à la Klaus Kinski in "Fitzcarraldo". Wer von euch da draußen weiß auf Anhieb wer Jacques Cartier ist oder wie die québecische Fahne aussieht und welchen Namen sie trägt* (* fleurdelisé)? ;-)
Was ist noch so passiert? Lauren, eine der irischen Assistenten, ist in unsere "auberge" neu eingezogen. Sie spricht tolles Französisch, arbeitet an einer école secondaire in Rawdon (sprich auf québécois: Row-dÜn" - ich hoffe ich konnte es phonetisch einigermaßen transportieren :-)) und ich soll ihr dabei helfen, ihre verschütteten Deutschkenntnisse wieder aufleben zu lassen - toll! :) Außerdem haben wir "auberge"-Bewohner bereits einige "hot spots" ;-) des Jolietter Nachtleben erkundet. Sehr zu empfehlen ist "L'Alchimiste", eine kleine symphatische Bar, in der man schon mal ne Runde shots aufs Haus bekommt, begleitet von einem freudig hinausgeschrieenen "Bienvenue à Joliette" seitens der Kellnerin, wenn man sagt dass man neu in der Stadt und Austauschstudent ist :-)! Am letzten Freitag war dort zufällig eine Montréaler Band und hat live gespielt (Name: "Tropic D").
Dieses Wochenende waren zahlreiche "colocs" (frz. WG-Bewohner) ausgeflogen, Karla und Lucie waren mit Angélica bei Claire (Angélicas Vermieterin, wohnt mit ihr im Haus) auf deren "chalet" (Ferienhaus) und Ed bei Freunden in Montréal. Lauren, Catiy und ich waren gestern Abend im "Le Balthazar" - sehr zu empfehlen! Gechilltes lounge-Ambiente, aber weder zu snobistisch noch zu alternativ oder abgehoben. Einfach gediegene Enspannung in einem netten Ambiente mit tollem Bier und Cidre ;-), jungem Publikum und toller Musik. A refaire!
Dank "Burkley's", eines sowohl gewöhnungsbedürftig schmeckenden (Marilène und andere hatten mir vor der Einnahme sogar gesagt, es würde ekelhaft schmecken - ich sage: mit etwas Fantasie und verdünnt schmeckt es wie Jägermeister ;-)) als auch effektivien Hustensafts, bin ich meinen Grippeanfall Gott sei Dank los. Meine Kollegen am Cégep waren aber alle drauf und dran krank zu werden, mittlerweile scheint die Grippewelle gebannt.
Auf den Fotos (von unten nach oben): Das Cégep - mein Büro - mit dem Mexikaner Ursus, Spanischlehrer und résponsbale von Angélica beim Semester-Anfangs-Festle des Sprachprgramms - stolze Deutschlerner ;-)
So. Jetzt fühle ich mich bestens informiert. Sehr gut. Jetzt könnte ich den Unterricht dort, dank deiner Beschreibungen, sicher einfach locker lässig aus dem Hemdsärmel schütteln. Und auch die Sprechstunde checke ich nun. iLike!
AntwortenLöschenDU BIST TATSÄCHLICH IN QUEBEC!!! WIE KOMISCH DAS IST!